Der Sammelbegriff "Herz-Kreislauf-Erkrankungen" umfasst alle krankhaften Veränderungen des Herzens und/oder der Schlagadern. Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen die koronare Herzkrankheit (= die Erkrankungen der herzversorgenden Blutgefäße) die arterielle Hypertonie (= Bluthochdruck) und die Arteriosklerose (=Arterienverkalkung), sowie Erkrankungen der Herzklappen und Rhythmusstörungen.
Alle diese Erkrankungen können unbehandelt im weiteren Verlauf am
Herzen zu einer Schädigung des Herzmuskels führen. Die Folgen dieser
Beeinträchtigungen des Herzmuskels nennt man fachsprachlich chronische
Herzinsuffizienz (="Pumpschwäche" des Herzmuskels).
Je größer die Schädigung des Muskels, umso mehr verringert sich die
Pumpleistung des Herzens.
Hypertonie und Arteriosklerose beeinflussen sich gegenseitig, d.h. sowohl durch einen erhöhten Blutdruck kann es zu Umbauprozessen der Arterienwand und dadurch bedingten Ablagerungen kommen, als auch umgekehrt durch Ablagerungen an der Gefäßwand kommt es zu Veränderungen der Elastizität mit Erhöhung des Gefäßwiderstandes und des Blutdrucks.
Folgen beider Erkrankungen bewirken Durchblutungsstörungen aller Organsysteme, v.a.:
- Gehirn (Gefäßverschlüsse = "Schlaganfall")
- Herz (Angina pectoris – koronare Herzerkrankung – Herzinfarkt – Herzinsuffizienz)
- Niere ( vasculäre Nephropathie = gefäßbedingte Nierenfunktionseinschränkung)
- Auge (hypertensive Fundusveränderungen = gefäßbed. Veränderungen am Augenhintergrund)
- periphere Gefäße (pAVK = periphere arterielle Verschlusskrankheit = "Schaufensterkrankheit")
Wussten Sie, dass
- im Jahr 2000 weltweit ein Drittel aller Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen waren?
- in den Industrienationen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen mit Krebserkrankungen die beiden häufigsten Todesursachen darstellen?
- epidemiologischen Schätzungen zufolge im Jahr 2010 Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch in den Entwicklungsländern zur Todesursache Nummer 1 geworden sein werden?
Von uns durchgeführte Untersuchungstechniken:
Neben der genauen Befragung nach Symptomen (=Anamnese) und der körperlichen Untersuchung (=Status) können zur genaueren Differenzierung ausgewählte Untersuchungstechniken zum Einsatz kommen:
- EKG: (Elektro-Kardio-Gramm)
Aufzeichnung der elektr. Aktivität des Herzens, Beurteilung v. Rhythmus und ev. Formveränderungen durch bestehende/abgelaufene Erkrankungen - ERGOMETRIE: (Belastungs-EKG)
Ermittlung der Herz-Kreislauf Belastungstoleranz, zum Nachweis v. Durchblutungsstörungen, Störungen im Herzfrequenz- u. Blutdruckverhalten - ECHOKARDIOGRAPHIE: (Ultraschalluntersuchung des Herzens)
Beurteilung der Herzhöhlen, der Klappenfunktion, des Bewegungsablaufes des Herzmuskels - 24Std - EKG: (Langzeit-EKG, Holter-EKG)
Aufzeichnung des EKG über 24 Stunden unter "normalen Alltagsbedingungen" zur Beurteilung/zum Nachweis von Rhythmusstörungen bzw. zur Therapieüberprüfung - 24Std - Blutdruckmessung: (Holter-RR)
Aufzeichnung des Blutdrucks unter "normalen Alltagsbedingungen" während 24 Stunden zum Beweis einer Hypertonie bzw. zur Therapieüberprüfung - CV-Doppler: (Gefäßduplex, Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße)
Beurteilung der Gefäßwand, Hinweise für Ablagerungen (="Verkalkungen") und Strömungsbehinderungen im Bereich der Halsschlagadern




